Source: OJ L, 2024/1620, 19.6.2024

Current language: DE

Artikel 106 Übergangsregelungen


Summary What does Article 106 of the Anti-money laundering authority regulation (AMLAR) say?

This is a transitional provisions article that modifies or defers the application of several substantive rules during the Authority's initial operational phase.

It acts as a set of explicit derogations from Articles 11, 13 and 48, tempering their full application to ease the Authority and relevant entities into the new regime.

The core themes are: a phased rollout of the central database requirements, a cap and tiebreaker mechanism for the first selection of directly supervised entities, and a softened approach to FIU peer review participation at the outset.

Important points:

  • The central AML/CFT database under Article 11 applies only to financial supervisors, credit institutions and financial institutions until 27 June 2028; non-financial sector supervisory authorities may comply voluntarily before that date.
  • The Authority is required to conclude a bilateral agreement with the EBA for joint access, financing and management of the existing AML/CFT database, with that arrangement running until no later than 30 June 2027.
  • During the first selection process, the hard cap of 40 directly supervised entities applies with a specific tiebreaker based on the volume of transactions with third countries, and the additional per-Member State selection process under Article 13(3) does not apply; separately, FIU participation in peer reviews is voluntary for the first two peer review processes.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Bis zum 27. Juni 2028 gilt Artikel 11 nur für Finanzaufseher, Kreditinstitute und Finanzinstitute. Jedoch können die Aufsichtsbehörden im Nichtfinanzsektor die Anforderungen des genannten Artikels auf freiwilliger Basis bereits vor diesem Zeitpunkt erfüllen.

    2. Für die Zwecke der Einrichtung und Pflege der in Artikel 11 genannten Datenbank schließt die Behörde mit der EBA ein bilaterales Abkommen über den Zugang zu der gemäß Artikel 9a der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 eingerichteten Datenbank zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie über deren Finanzierung und gemeinsame Verwaltung. Die Vereinbarung wird für einen einvernehmlich festgelegten Zeitraum geschlossen, der höchstens bis zum 30. Juni 2027 verlängert werden kann. Während dieses Zeitraums ist die EBA zumindest in der Lage, gemäß Artikel 9a Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 oder gemäß der vorliegenden Verordnung im Namen der Behörde und auf der Grundlage der von der Behörde für diesen Zweck bereitgestellten Finanzmittel weiterhin Informationen entgegenzunehmen, zu analysieren und zur Verfügung zu stellen.

    1. Würden während des ersten Auswahlverfahrens für eine direkte Beaufsichtigung gemäß Artikel 13 Absatz 1 mehr als 40 Verpflichtete in Betracht kommen, so nimmt die Behörde abweichend von Artikel 13 Absatz 2 die in Artikel 5 Absatz 2 aufgeführten Aufgaben in Bezug auf die 40 Verpflichteten oder Gruppen wahr, die entweder über Niederlassungen oder im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit in der größten Zahl von Mitgliedstaaten tätig sind.

    2. Wenn die Anwendung des Kriteriums gemäß Unterabsatz 1 dieses Absatzes mehr als 40 Verpflichtete oder Gruppen ergibt, wählt die Behörde von den Verpflichteten oder Gruppen, die gemäß Unterabsatz 1 dieses Absatzes ausgewählt würden und in der kleinsten Zahl von Mitgliedstaaten tätig sind, diejenigen aus, die den höchsten Anteil des Transaktionsvolumens mit Drittländern am Gesamtvolumen der im letzten Haushaltsjahr erfassten Transaktionen verzeichnen.

    1. Abweichend von Artikel 13 Absatz 3 findet das darin festgelegte zusätzliche Auswahlverfahren während des ersten Auswahlverfahrens keine Anwendung.

    1. Abweichend von Artikel 48 Absatz 7 ist die Teilnahme der zentralen Meldestellen an vergleichenden Analysen die ersten beiden Male freiwillig.

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