Source: OJ L, 2024/1620, 19.6.2024

Current language: DE

Artikel 23 Zwangsgelder


Summary What does Article 23 of the Anti-money laundering authority regulation (AMLAR) say?

This article establishes the Authority's power to impose recurring financial penalties — periodic penalty payments — as a coercive tool to enforce compliance.

It sits alongside Article 22 (which covers one-off pecuniary sanctions) and is specifically designed to compel action rather than punish a past breach.

The article sets out when these payments can be triggered, their financial limits, how long they can run, and notably allows for retroactive application back to the date the original administrative measure took effect.

Important points:

  • The Executive Board can impose periodic penalty payments on selected obliged entities that fail to comply with certain administrative measures, or on any person who fails to supply information or cooperate with an investigation.
  • The payments are capped at 3% of average daily turnover for legal persons and 2% of average daily income for natural persons, and continue until compliance is achieved.
  • The initial imposition period is capped at six months, but the Authority may extend this for a further six months if non-compliance persists.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Das Direktorium kann per Beschluss ein Zwangsgeld verhängen, um Folgendes zu erzwingen:

      1. dass ein ausgewählter Verpflichteter einen Verstoß beendet, wenn er einer nach Artikel 21 Absatz 2 Buchstaben b, d, e oder f und Artikel 21 Absatz 3 angewandten verwaltungsrechtlichen Maßnahme nicht nachkommt;

      2. dass eine in Artikel 17 Absatz 1 genannte Person vollständige Informationen vorlegt, die mit einem Beschluss gemäß Artikel 6 Absatz 1 angefordert wurden;

      3. dass eine in Artikel 17 Absatz 1 genannte Person in eine Untersuchung einwilligt und insbesondere vollständige Aufzeichnungen, Daten, Verfahren oder sonstiges angefordertes Material vorlegt und sonstige Informationen, die im Rahmen einer gemäß Artikel 18 angeordneten Untersuchung beigebracht wurden, vervollständigt und korrigiert.

    1. Das Zwangsgeld muss wirksam und verhältnismäßig sein. Das Zwangsgeld wird so lange verhängt, bis der betreffende ausgewählte Verpflichtete oder die betreffende Person die einschlägigen in Absatz 1 genannten verwaltungsrechtlichen Maßnahmeneinhält.

    1. Unbeschadet des Absatzes 2 beträgt die Höhe des Zwangsgelds höchstens 3 % des durchschnittlichen Tagesumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr bzw. bei natürlichen Personen 2 % des durchschnittlichen Tageseinkommens im letzten Kalenderjahr. Es wird ab dem im Beschluss über die Verhängung des Zwangsgelds festgelegten Termin berechnet.

    1. Ein Zwangsgeld kann für einen Zeitraum von höchstens sechs Monaten ab der Bekanntgabe des Beschlusses der Behörde verhängt werden. Sofern der ausgewählte Verpflichtete nach Ablauf dieser Frist der verwaltungsrechtlichen Maßnahme noch nicht nachgekommen ist, kann die Behörde Zwangsgelder für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Monaten verhängen.

    1. Der Beschluss über die Verhängung eines Zwangsgeldes kann zu einem späteren Zeitpunkt rückwirkend bis zum Beginn der Anwendung der verwaltungsrechtlichen Maßnahmen getroffen werden.

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