Source: OJ L, 2024/1624, 19.6.2024

Current language: DE

Artikel 4 Ausnahmen für bestimmte Anbieter von Glücksspieldiensten


Summary What does Article 4 of the Anti-money laundering regulation (AMLR) say?

This article carves out an optional exemption for Member States, allowing them to release certain gambling service providers from the full requirements of the regulation where a proven low risk exists.

However, this exemption power is not unlimited — casinos and providers whose principal activity is online gambling or sports betting are explicitly excluded from eligibility, with a narrow exception for state-operated or state-regulated online services.

The article also places an obligation on Member States to conduct their own risk assessments before granting any exemption, and to put monitoring measures in place to prevent abuse of any exemptions granted.

Important points:

  • Member States are required to conduct a risk assessment of gambling services — covering money laundering and terrorist financing threats, transaction size and payment methods, and geographical factors — before granting any exemption.
  • Casinos and principal online gambling or sports betting providers cannot benefit from the exemption, unless those online services are operated or regulated by the State.
  • Member States must establish risk-based monitoring activities or other adequate measures to ensure exemptions are not abused.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Die Mitgliedstaaten können beschließen, Anbieter von Glücksspieldiensten ganz oder teilweise von den Anforderungen dieser Verordnung auszunehmen, wenn von der Art und gegebenenfalls dem Umfang der Tätigkeiten dieser Dienste nachgewiesenermaßen ein geringes Risiko ausgeht.

    2. Die Ausnahme gemäß Unterabsatz 1 gilt nicht für

      1. Kasinos;

      2. Anbieter von Glücksspieldiensten, deren Haupttätigkeit in der Erbringung von Diensten in den Bereichen Online-Glücksspiele oder Sportwetten besteht, mit Ausnahme von

        1. Online-Glücksspieldienste, die von einem Staat über eine Behörde oder ein Unternehmen oder eine staatlich kontrollierte Einrichtung betrieben werden;

        2. Online-Glücksspieldienste, deren Organisation, Betrieb und Verwaltung staatlich geregelt sind.

    1. Für die Zwecke von Absatz 1 führen die Mitgliedstaaten eine Risikobewertung von Glücksspieldiensten durch, bei der Folgendes bewertet wird:

      1. die von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ausgehenden Bedrohungen und die Anfälligkeiten dafür und die diesbezüglichen risikomindernden Faktoren, die bei den Glücksspieldiensten bestehen;

      2. die Risiken im Zusammenhang mit dem Umfang der Transaktionen und den verwendeten Zahlungsarten;

      3. das geografische Gebiet, in dem die Glücksspieldienste erbracht werden, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Dimension und der Zugänglichkeit aus anderen Mitgliedstaaten oder Drittländern.

    2. Bei der Durchführung der in Unterabsatz 1 des vorliegenden Absatzes genannten Risikobewertungen berücksichtigen die Mitgliedstaaten die Ergebnisse der von der Kommission gemäß Artikel 7 der Richtlinie (EU) 2024/1640 durchgeführten Risikobewertung auf Unionsebene.

    1. Die Mitgliedstaaten legen risikoabhängige Überwachungsmaßnahmen fest oder treffen andere geeignete Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die nach diesem Artikel gewährten Ausnahmen nicht missbraucht werden.

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