Source: OJ L, 2024/1624, 19.6.2024

Current language: DE

Artikel 49 Vorgehensweise bei Inanspruchnahme eines anderen Verpflichteten


Summary What does Article 49 of the Anti-money laundering regulation (AMLR) say?

This article sets out the procedural mechanics that govern how obliged entities must handle information when one relies on another to perform customer due diligence.

It builds directly on Article 48, which establishes the conditions under which such reliance is permitted.

Here, the focus shifts to the practical obligations that flow from that arrangement: what information must be obtained, how quickly it must be provided, and how the arrangement must be formalised.

Important points:

  • Obtain all necessary customer due diligence information from the obliged entity you are relying upon, including identification data, supporting verification documents, and information on the purpose of the business relationship.
  • The obliged entity being relied upon must provide the requested information within 5 working days.
  • Formalise the information-sharing arrangement in a written agreement, though within a group this may be replaced by an internal group-level procedure, subject to the conditions in Article 48(3) being met.

Springlex's summary of the article, a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Verpflichtete holen von dem in Anspruch genommenen Verpflichteten alle zur Erfüllung der in Artikel 20 Absatz 1 Buchstaben a, b und c festgelegten Sorgfaltsmaßnahmen gegenüber Kunden und für das neue Geschäft erforderlichen Informationen ein.

    1. Bei Inanspruchnahme eines anderen Verpflichteten unternehmen Verpflichtete alle notwendigen Schritte, um sicherzustellen, dass der in Anspruch genommene Verpflichtete auf Verlangen alles Folgende vorlegt:

      1. Kopien der zur Kundenidentifizierung eingeholten Informationen,

      2. sämtliche Belege oder vertrauenswürdige Informationsquellen, die zur Überprüfung der Identität des Kunden sowie gegebenenfalls des wirtschaftlichen Eigentümers des Kunden oder der Personen, in deren Namen der Kunde handelt, herangezogen wurden, einschließlich Daten, die über die in der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 genannten elektronischen Identifikationsmittel und einschlägigen Vertrauensdienste erlangt wurden, und

      3. alle Informationen, die bezüglich des Zwecks und der angestrebten Art der Geschäftsbeziehung eingeholt wurden.

    1. Die in den Absätzen 1 und 2 genannten Informationen sind von dem in Anspruch genommenen Verpflichteten umgehend, auf jeden Fall aber binnen fünf Arbeitstagen zu liefern.

    1. Die Bedingungen für die Übermittlung der in den Absätzen 1 und 2 genannten Informationen und Unterlagen werden in einer schriftlichen Vereinbarung zwischen den Verpflichteten niedergelegt.

    1. Nimmt ein Verpflichteter einen derselben Gruppe angehörenden Verpflichteten in Anspruch, kann die schriftliche Vereinbarung durch ein auf Gruppenebene geschaffenes internes Verfahren ersetzt werden, sofern die in Artikel 48 Absatz 3 genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

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