Source: OJ L 119, 4.5.2016, pp. 1–88Consolidated text

Current language: DE

Artikel 23 Beschränkungen


Summary What does Article 23 of the GDPR regulation say?

This article establishes the conditions under which Union or Member State law can legitimately restrict the data protection rights and obligations set out elsewhere in the GDPR — most notably those in Articles 5 and 12 to 22, which cover core data protection principles and data subject rights.

It acts as a controlled exception to those provisions, permitting restrictions only where necessary to safeguard a defined set of public interests, ranging from national security and defence to the enforcement of civil law claims.

The article also sets out the minimum content requirements that any such legislative restriction must contain, ensuring that even where rights are curtailed, a structured framework governs how that curtailment is applied.

Important points:

  • Union or Member State law may restrict core data subject rights and controller obligations, but only through a legislative measure and only to safeguard one of the explicitly listed public interests.
  • Any legislative measure introducing such a restriction must include specific provisions covering elements such as the purpose of processing, categories of data, scope of the restriction, safeguards against abuse, and storage periods.
  • Data subjects retain a right to be informed about any restriction imposed, unless informing them would be prejudicial to the purpose of the restriction itself.

Springlex's summary of the article is a reading aid, not a substitute for the legal text.

    1. Durch Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter unterliegt, können die Pflichten und Rechte gemäß den Artikeln 12 bis 22 und Artikel 34 sowie Artikel 5, insofern dessen Bestimmungen den in den Artikeln 12 bis 22 vorgesehenen Rechten und Pflichten entsprechen, im Wege von Gesetzgebungsmaßnahmen beschränkt werden, sofern eine solche Beschränkung den Wesensgehalt der Grundrechte und Grundfreiheiten achtet und in einer demokratischen Gesellschaft eine notwendige und verhältnismäßige Maßnahme darstellt, die Folgendes sicherstellt:

      1. die nationale Sicherheit;

      2. die Landesverteidigung;

      3. die öffentliche Sicherheit;

      4. die Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder Verfolgung von Straftaten oder die Strafvollstreckung, einschließlich des Schutzes vor und der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit;

      5. den Schutz sonstiger wichtiger Ziele des allgemeinen öffentlichen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats, insbesondere eines wichtigen wirtschaftlichen oder finanziellen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats, etwa im Währungs-, Haushalts- und Steuerbereich sowie im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der sozialen Sicherheit;

      6. den Schutz der Unabhängigkeit der Justiz und den Schutz von Gerichtsverfahren;

      7. die Verhütung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von Verstößen gegen die berufsständischen Regeln reglementierter Berufe;

      8. Kontroll-, Überwachungs- und Ordnungsfunktionen, die dauernd oder zeitweise mit der Ausübung öffentlicher Gewalt für die unter den Buchstaben a bis e und g genannten Zwecke verbunden sind;

      9. den Schutz der betroffenen Person oder der Rechte und Freiheiten anderer Personen;

      10. die Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.

    1. Jede Gesetzgebungsmaßnahme im Sinne des Absatzes 1 muss insbesondere gegebenenfalls spezifische Vorschriften enthalten zumindest in Bezug auf

      1. die Zwecke der Verarbeitung oder die Verarbeitungskategorien,

      2. die Kategorien personenbezogener Daten,

      3. den Umfang der vorgenommenen Beschränkungen,

      4. die Garantien gegen Missbrauch oder unrechtmäßigen Zugang oder unrechtmäßige Übermittlung;

      5. die Angaben zu dem Verantwortlichen oder den Kategorien von Verantwortlichen,

      6. die jeweiligen Speicherfristen sowie die geltenden Garantien unter Berücksichtigung von Art, Umfang und Zwecken der Verarbeitung oder der Verarbeitungskategorien,

      7. die Risiken für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen und

      8. das Recht der betroffenen Personen auf Unterrichtung über die Beschränkung, sofern dies nicht dem Zweck der Beschränkung abträglich ist.

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